KULTUR.

HEILIG GEIST. GESCHICHTE.


KULTUR

Der sehr bekannte Kirchenmaler Ferdinand Gehr (Geboren 1896, gestorben 1996) und auch andere Künstler unserer Heimat, haben die Etiketten für unsere Weine geschaffen. Das macht uns stolz.
Die Leidenschaft und die damit verbundenen Beziehungen zur Kunst bestehen über Generationen in der Familie. Bereits Wilhelm Schachtler (gestorben im 1913) und sein Schwiegersohn Gustav Haubensak, wie auch der Önologe Heini Haubensak, der 1983 das Unternehmen übernahm, sind dieser Welt sehr verbunden.

HEILIG GEIST

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Wie es dazu kam…
Schon zur Zeit der ersten urkundlichen Erwähnung 853 als Altsteti verfügte das Kloster St. Gallen über einen umfangreichen Besitz in Altstätten. Abt Berchtold von Fakenstein erhob den Ort zur Stadt, indem er eine Ringmauer bauen liess. 1298 erscheint Altstätten erstmals als „oppidum“ (lat. Stadt). Vieles war im Besitz des Heilig-Geistspitals der Stadt. St. Gallen. So auch Weinberge.
Im 12. Jahrhundert erwarben adelige Herren, Bürger der Stadt St.Gallen sowie die Klöster und Spitäler die besten Güter und Weingärten im Rheintal. Zu diesen gehörte der südlich von Altstätten in östlicher Richtung verlaufende Höhenzug „Forst“.

Hier standen vermutlich auch die ersten Reben im Rheintal. Unter der Bezeichnung Spitöler geht einer der wohl traditionsreichsten Weine des Rheintals hervor. „Was der liebe Gott in den Weinreben wird wachsen lassen, soll zur Hälfte dem Spital, zur Hälfte dem Lehensmann zukommen“, heisst es in einem Lehensbrief des St. Galler Heiliggeistspitals von 1741. Rund 150 Jahre später, unter Besitz der Bürgergemeinde St.Gallen, wollte das Weingeschäft des Spitalamtes nicht mehr so recht florieren. Es litt zum einen unter der Konkurrenz der bekömmlicheren Tiroler Weine, zum anderen hatte der falsche Mehltau verheerende Schäden in den Kulturen angerichtet. Man entschloss sich, den Rebbau aufzugeben. Dies zu einer Zeit, als das gesamte Altstätter Rebgebiet rund 140 Hektaren umfasste und jeder zweite Bürger mit dem Rebbau verbunden war.

So gelangten 184 Rheintaler Parzellen zum Verkauf. 1910 diejenigen am Rebhang oberhalb des Altstätter Bürgerheims. Sie gingen in den Besitz des Firmengründers der heutigen Weinkellerei Haubensak über. Als erstes Eigenanbaugebiet fristete es jedoch noch längere Zeit ein Schattendasein, bis zum Entschluss, den alten Stickelbau in eine moderne Drahtanlage umzubauen und mit neuen Blauburgunder Reben zu bestocken. Der „neue“ doch traditionsreiche Spitöler erfüllt nun alle Erwartungen. Der leichte Nagelfluhboden verleiht ihm eine elegante Art und zeichnet ihn unter den Rheintaler Weinen durch seine ansprechende Eigenart aus. Durch traditionelle Kelterung wirkt dieser kräftige Rotwein dennoch harmonisch und weich im Gaumen. So geniesst ein grosser, geschichtsträchtiger Wein wieder einen herausragenden Ruf.