REBBAU und WEINKELLEREI
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Vom Rebsteiner

Der Name und das Wappen mit dem Rebstock zeugen von der Verbundenheit Rebsteins mit dem Wein. Einst waren grosse Flächen mit Reben bepflanzt, und in zahlreichen Bauernhäusern standen eigene Torkel in Betrieb. Missernten zufolge Frost und Hagel, der im 19. Jahrhundert eingeschleppte falsche Mehltau und die Konkurrenz von importierten, süssen Weinen machten aber auch den Rebsteiner Weinbauern zu schaffen und zwangen sie, zahlreiche Rebanlagen aufzugeben. Von der ursprünglich bestockten Rebfläche werden heute nur noch einige der besten Gebiete bewirtschaftet.

 

Eines davon ist die Rebsteiner Studerhalde. Lange bevor Umweltschutz- und Heimatschutzgedanken zu Schlagworten wurden, hat sich die Firma Jacob Rohner AG für die Erhaltung dieses Rebberges eingesetzt, um ihn der Überbauung zu entziehen. Mit viel Idealismus wurde die im Stickelbau angelegte Rebfläche von Firmeninhaber und Mitarbeitern gehegt und gepflegt. Mit der Zeit liessen sich die Bereiche Stickerei und Weberei nurmehr schwerlich mit der Wissenschaft des Weinbaus vereinbaren. In diesem Sinne wurde die Studerhalde anfangs der sechziger Jahre unserer Firma verpachtet.

 

Ideale Voraussetzungen waren geschaffen, die für den Rebbau geradezu prädestinierte Studerhalde mit Fachwissen und Fingerspitzengefühl zu bearbeiten. In erster Linie galt es, die bestehende Stickelanlage in eine bewirtschaftungsfreundliche und ertragsorientierte Drahtanlage umzubauen. Die steile Südlage des Rebhanges profitiert von einer bestmöglichen Sonneneinstrahlung und ergibt eine frühreife Ernte mit hervorragender Gradation, begünstigt durch regelmässige Föhnphasen im Frühjahr und im Herbst.



Der Rebsteiner Blauburgunder Sankt Sebastian wächst auf einer Anbaufläche von rund 100 Aren auf leichtem, humusreichem, nagelfluhdurchzogenem Boden, der die Grundlage eines ganz speziellen Weines bildet. Wir pflegen diese Reben im Eigenanbau und bestimmen den Lesezeitpunkt selbst: jene Zeit, zu welcher die Traube ihre volle Reife erreicht hat. So präsentiert sich dieser Wein im Glas in einem strahlenden Rot. Sein Bouquet entfaltet sich klar und sauber, und im Gaumen wirkt er anhaltend weich, elegant und harmonisch. Dies zu unserem Gefallen und auch jenem des Besitzers, welcher einen Teil des von uns bereiteten Weines unter firmeneigener Bezeichnung zu schätzen weiss.