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Eichberg, eine kleine ländliche Idylle auf leichter Anhöhe über dem Rheintal, liegt am Fusse des Hohen Hirschbergs. Der vorgelagerte, isoliert stehende Hügel "Chapf" prägt die Landschaft und seine Lage zählt zu den besten Rebbauregionen des Kantons. Eine Urkunde aus dem Jahre 1552 besagt, dass der obere Chapf unter die Bürger verteilt werden soll, um daselbst Reben zu pflanzen. Die Rebbesitzer durften den Boden um die Hälfte des Weinertrags nutzen.
Der Versuch muss die Erwartungen erfüllt haben, denn der Rebbau wurde bis Ende des 19. Jahrhunderts fortgesetzt, bevor er wegen Erkrankung der Pflanzen jäh zusammenbrach. Erst 1935 wagte man es wieder, und nach der Ernte war zu lesen, dass der neue Chapfwein dem alten in jeder Hinsicht ebenbürtig war.
20 Jahre später wurde das Rebbaugebiet von Heini Haubensak sen. übernommen. Als weitsichtiger Rebbauer erkannte er im Chapf ein ausgezeichnetes Anbaugebiet. Der ganze Hang wurde neu bestellt und zur damals grössten Drahtanlage im Kanton ausgebaut. Eine weitere Neuerung erfuhr der Rebberg unter dem heutigen Geschäftsführer, der 1986 rund 20'000 neue Reben pflanzte und am Hoch-Chapf die grösste zusammenhängende Rebbauterrassierung im Kanton St. Gallen erstellte. Die Terrassierung brachte nicht nur Erleichterung in der Bewirtschaftung, sondern in erster Linie weniger Bodenerosion und damit einen besseren Aufbau der Humusschicht. Dies wiederum führte zu einer wesentlich breiteren Pflanzen- und Insektenvielfalt, und ein weitgehend natürliches Gleichgewicht stellte sich ein. Künstliche Eingriffe können dementsprechend niedrig gehalten werden, der Wein wächst harmonisch mit der Natur.
Heute wachsen auf einer Anbaufläche von rund 4,5 Hektaren namentlich die klassische Blauburgundertraube, ebenso Riesling x Sylvaner, Pinot Gris und Gewürztraminer.

Die hohe, steile Südlage des Hoch-Chapfs, nebelfrei und sonnendurchflutet, erlaubt die Kultivierung von Spitzenprodukten. Auf humusreichem Boden mit hohem Tonanteil wachsen charaktereigene, farbenreiche und milde Weine, die durch regelmässige Föhnphasen im Herbst ein volles Ausreifen der Trauben mit höchster Gradation erfahren. Spitzenweine, die mehrfach ausgezeichnet und weit über ihre Anbaugrenzen hinaus von Kennern ganz besonders geschätzt werden.